Wolfgang Seifen, * 1956 in Bergheim/Erft, erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Musikschule der Regensburger Domspatzen und studierte von 1973 bis 1976 Kirchenmusik in Aachen. Nach Tätigkeiten als Kirchenmusiker in Aachen und Nettetal-Lobberich wurde er Organist der Päpstlichen Basilika St. Marien in Kevelaer. Hier, an der großen Seifert-Orgel wuchs sein internationaler Ruf als gefragter Improvisator. Er arbeitete auch als Chorleiter und veröffentlichte eigene Kompositionen.
Wolfgang Seifen unterrichtete von 1989 bis 1992 Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Staatlichen Musikhochschule Stuttgart und von 1992 bis 2000 an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. 1995 wurde er zum Honorarprofessor ernannt. Im Oktober 2000 wurde er auf die Professur für Improvisation und liturgisches Orgelspiel an der Universität der Künste in Berlin berufen. 2004 wurde er zum Titularorganisten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin, ernannt. 2006 wurde er verpflichtet, anlässlich des 80. Geburtstags von Papst Benedikt XVI. eine Missa Solemnis „Tu es Petrus“ für großes Orchester, Chor und Orgel zu komponieren.
Wolfgang Seifen ist Preisträger mehrerer Improvisationswettbewerbe, darunter Straßburg (1990) und Nürnberg (1992). Neben seiner regen internationalen Konzerttätigkeit ist er Mitbegründer und Dozent der Internationalen Altenberger Orgelakademie für Improvisation sowie Dozent an anderen internationalen Akademien und Kursen. Zahlreiche Aufnahmen und Fernsehauftritte haben Wolfgang Seifens Kunst einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Außerdem veröffentlichte er Artikel zu den Themen Orgelimprovisation und Orgelbau.