Katelyn Emerson zählt zu den profilierten Konzertorganistinnen ihrer Generation. Ihre Auftritte führen sie regelmäßig in renommierte Kirchen, Konzertsäle und Festivals auf drei Kontinenten – darunter die Musiikkitalo in Helsinki, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, das Kurhaus Wiesbaden, die Hallgrímskirkja in Reykjavík, das Auditorio Nacional de Música in Madrid, die Benaroya Hall in Seattle, die Cathédrale de Poitiers, den Uppsala Dom, die Haderslev Domkirke in Dänemark, L’Oratoire Saint-Joseph in Montreal sowie die Musashino Civic Cultural Hall in Japan.
Als Preisträgerin internationaler Orgelwettbewerbe wurde sie unter anderem von der American Guild of Organists (National Young Artists Organ Competition), dem Musashino International Organ Competition (Japan), dem Concours Pierre de Manchicourt (Frankreich) sowie dem Mikael Tariverdiev International Organ Competition (Russland) ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift Musica Sacra lobt ihr Spiel als »tief fundiert in historischer Aufführungspraxis – mit einem Swing, den man nur als perfekt bezeichnen kann.« Ihr Repertoire reicht vom 14. bis ins 21. Jahrhundert und ist auf ihren CDs Evocations (2017) und Inspirations (2018) beim Label Pro Organo dokumentiert.
Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit ist Katelyn Emerson auch eine gefragte Pädagogin. Sie gibt Meisterkurse und Seminare in den Bereichen Orgelinterpretation, Kirchenmusik, Musikpsychologie und empirische Musikforschung. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der musikalischen Ergonomie, also der Prävention und Rehabilitation von spielbedingten Verletzungen. Hierzu bietet sie praxisorientierte Workshops in den USA, Großbritannien, Frankreich und Kanada an.
Katelyn Emerson studierte Orgel und Französisch am Oberlin College & Conservatory (USA) sowie an der University of Cambridge und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Weitere Studien führten sie an das Conservatoire de Toulouse sowie zur Colorado State University im Bereich Musikerergonomie. Sie war Stipendiatin des DAAD und der Fulbright-Stiftung und promoviert derzeit an der University of Cambridge.