Anonymus
Estampie retrové aus dem Robertsbridge Codex
Girolamo Frescobaldi 1583 – 1643
Aus dem II. Buch der Toccaten:
Toccata quinta sopra i pedali per l‘organo, e senza
Nicolas de Grigny 1672 – 1703
Tierce en taille
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Passacaglia c-Moll BWV 582
Franz Liszt 1811 – 1886
»Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen«
Deszo d'Antalffy 1885 – 1945
Scherzo
Szigmond Szathmáry 1939
Hommage à B-A-C-H
László Fassang 1973
Improvisation
László Fassang zählt als Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe zu den vielseitigsten Orgelvirtuosen seiner Generation. Im Fokus seines Wirkens steht die Vermittlung der klassischen Orgelliteratur. Weltweit spielt er Konzerte, unterrichtet und hält Vorträge. Die Erhaltung denkmalgeschützter und historischer Orgeln liegt ihm besonders am Herzen. Fassang improvisiert gerne an verschiedenen Tasteninstrumenten, von Cembalo und Fortepiano über das Klavier bis zur Hammond-Orgel. Klassische kammermusikalische Formationen sind ihm ebenso vertraut wie die Mitwirkung in Stilen wie Weltmusik oder Jazz.
Sein Diplom mit Auszeichnung erwarb er an der Franz-Liszt- Musikakademie Budapest sowie am Conservatoire de Paris. Im Jahre 2000 verbrachte er ein Jahr als Konzertorganist in Sapporo (Japan). Seine wichtigsten Preise bei Wettbewerben waren im Jahr 2002 in Calgary die Goldmedaille für Improvisation sowie 2004 in Chartres der Grand Prix d’Interprétation und der Publikumspreis.
Zwischen 2004 und 2008 unterrichtete er Improvisation an der Musikhochschule von San Sebastian (Spanien). Anschließend wurde er zum Orgelprofessor an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest berufen. Seit Herbst 2014 unterrichtet er Improvisation am Pariser Conservatoire. Er ist regelmäßiger Juror bei internationalen Orgelwettbewerben, spielt Konzerte in Europa, Nordamerika und Asien. Aufnahmen von ihm erschienen in Ungarn, Japan, Frankreich und Deutschland.
Fassang ist künstlerischer Leiter der Orgelkonzert-Reihe im Palast der Künste Budapest. Sein Wirken wurde in Ungarn 2006 mit dem Liszt-Preis und Prima Preis sowie 2013 mit dem Grammophon-Preis ausgezeichnet. Im Herbst 2017 trat er bei der Weltpremiere von Péter Eötvös’ Werk »Multiversum« in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem Concertgebouw Orchestra unter Leitung des Komponisten auf und ging anschließend auf Tournee durch Europa mit Stationen in Köln, Brüssel, Amsterdam und Budapest.