Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537
Nicolas de Grigny 1672 – 1703
»Ave maris stella«
Plein jeu – Fugue – Duo – Dialogue sur les grands jeux
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Concerto G-Dur BWV 592
nach einem Concerto G-Dur für Violine, Streicher und Basso continuo von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar
Allegro – Grave – Presto
Alexandre Guilmant 1837 – 1911
Marche funèbre et chant séraphique op. 17
Eric Lebrun 1967
La Folie Tristan
Claude Debussy 1862 – 1918
Aus Préludes II: Bruyères
(Bearbeitung: Eric Lebrun)
Jehan Alain 1911 – 1940
Litanies
Eric Lebrun
absolvierte nach dem Unterricht bei Gaston Litaize seine Studien am Pariser Konservatorium und wurde dort u. a. mit dem ersten Preis in der Orgelklasse von Michel Chapuis ausgezeichnet. Zu seinen Lehrern zählen auch Professoren wie Anne-Marie Barat, Daniel Roth, Olivier Latry und Michel Bouvard. Klavierstudien führten ihn zu Bruno Rigutto und Pierre Duvauchelle. Er arbeitete mit dem Dirigenten Gérard Devos und den Musikwissenschaftlern Jean Maillard, Brigitte François-Sappey und Jean Saint-Arroman zusammen. Mit Prof. Saint-Arroman erarbeitete er eine Rekonstruktion der französischen Liturgie des 17. Jahrhunderts.
Eric Lebrun war Preisträger und Finalist in mehreren internationalen Wettbewerben für Orgel, Komposition und Kammermusik. 1990 wurde er zum Titularorganisten der Cavaillé-Coll-Orgel an Saint Antoine des Quinze- Vingts ernannt. Dort nahm er Gesamteinspielungen der Orgelwerke von Jehan Alain, Maurice Duruflé und César Franck sowie Rundfunkaufnahmen für France-Musique auf. Seit 1991 leitet er das Ensemble »Choeurs de Saint Antoine«, dessen Repertoire die Hauptwerke geistlicher Musik aller Epochen umfasst. Mit Marie-Ange Leurent bildet Eric Lebrun ein bekanntes Orgelduo. Als Solist und Kammermusiker arbeitet er regelmäßig mit Ensembles wie dem Ensemble Orchestral de Paris, Orchestra National de Budapest, Ensemble Instrumental Jean-Walter Audoli, Choeur de Radio-France, Choeur Régional Vittoria d'Ile de France, Ensemble Vocal Michel Piquemal und dem Orchestre Symphonique de Aarhus zusammen.
Eric Lebrun brachte Orgelwerke von Valéry Aubertin, Jacques Castérède, Thierry Escaich, Kamilo Lendvay und Gaston Litaize zur Uraufführung. Er selbst komponierte ungefähr fünfzig Werke im Spektrum von Solo-Violinstücken bis zum Oratorium. Eric Lebrun unterrichtete am Conservatoire of Fontainebleau und an der Sorbonne Universität, er leitete die National School of Music and Dance in Cachan, er entwarf und leitete eine Didaktik-Klasse am National Superior Conservatoire of Music in Paris. Heute ist Lebrun Professor für Orgel am Conservatoire of Regional Musical Influence at Saint-Maur des Fossés und gibt Meisterkurse an wichtigen internationalen Ausbildungsstätten wie an der Royal Academy of Music in London sowie an den Musikhochschulen von Bologna, Piacenza und Zwolle. Er gründete und leitete zudem diverse Orgelakademien in Nemours, Sarlat und Comminges. 16 Jahre lang leitete er die Orgelakademie in Issenheim. Eric Lebrun publizierte Biographien zu Buxtehude, Bach, Franck und Debussy und legte Gesamteinspielung des Orgelwerks von Buxtehude (Edition by Bleu-Nuit ausgezeichnet mit dem Grand Prix du Disque de l'Académie Charles Cros), Boëly (Choc du Monde de la Musique), Bach (Monthabor Musique) und Liszt vor. Eric Lebrun ist der President der Association Gaston Litaize, dessen Gesamtorgelschaffen er 2009 einspielte. Er ist Honorarprofessor der Royal Academy of Music in Aarhus, Dänemark und wurde zum »Chevalier des Arts et des Lettres« ernannt.